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Veranstaltungen

  • Kinderförderungsgesetz (KiföG)

    Zum Kinderförderungsgesetz

    Der Entwurf zum Kinderförderungsgesetz, der vom Bundeskabinett beschlossen wurde (Bericht vom 30.04.08) , enthält nach Angaben der Bundesministerin Ursula von der Leyen, folgende wichtige Regelungen:

    1. Für die Ausbauphase bis zum 31. Juli 2013 werden im Vergleich zum Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG)
      erweiterte, objektiv rechtliche Verpflichtungen für die Bereitstellung von
      Plätzen eingeführt. Ziel der Förderung ist es, die Kinder in ihrer persönlichen
      Entwicklung zu stärken und damit die Rahmenbedingungen für echte
      Chancengleichheit zu schaffen. Außerdem sollen nicht nur berufstätige Eltern
      einen gesicherten Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen, sondern auch schon
      diejenigen, die eine Arbeit suchen. Damit fällt eine der letzten Hürden für
      alleinerziehende Mütter und Väter, die häufig erst einen Arbeitsplatz finden,
      wenn sie die Betreuung ihres Kindes gesichert haben.
    2. Ab dem 1. August 2013, nach Abschluss der Ausbauphase, soll der
      Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder vom vollendeten ersten
      bis zum vollendeten dritten Lebensjahr eingeführt werden.
    3. Die Bundesregierung setzt auf ein vielfältiges Betreuungsangebot und nimmt
      eine deutliche Profilierung der Kindertagespflege in Angriff. Viele Eltern
      wünschen sich für die Kleinsten die familiennahe Betreuungsform der
      Kindertagespflege. Deshalb sollen 30 Prozent der neuen Plätze in diesem Bereich
      geschaffen werden.
    4. Das Gesetz stellt sicher, dass alle Träger von Einrichtungen, die die
      fachlichen und rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb der Einrichtung
      erfüllen, bei der Finanzierung gleichbehandelt werden. So kann auch das
      Engagement von Unternehmen, die Betriebskindergärten einrichten, und andere
      private Anbieter in den Ausbau einbezogen werden. Denn Ziel ist es, ein Angebot
      in großer Vielfalt zu schaffen, das Eltern echte Auswahlmöglichkeiten eröffnet.
    5. Die Finanzierung des Ausbaus der Kinderbetreuung wird auf eine seriöse
      Grundlage gestellt: Der Bund beteiligt sich mit insgesamt vier Mrd. Euro an den
      Ausbaukosten von 12 Mrd. Euro: Die Beteiligung des Bundes an den
      Investitionskosten für die Ausbauphase bis 2013 ist durch Bereitstellung eines
      Sondervermögens in Höhe von 2,15 Mrd. Euro auf Grund des
      Kinderbetreuungsfinanzierungsgesetzes seit dem vergangenen Jahr sichergestellt.
      So sind die nötigen Mittel für Neubau-, Ausbau-, Umbau-, Sanierungs-,
      Renovierungs-, Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen bereits verfügbar und
      werden von den Ländern abgerufen. Mit dem Kinderförderungsgesetz werden auch die
      notwendigen Änderungen im Finanzausgleichgesetz zur Beteiligung des Bundes an
      den Betriebskosten in Höhe von 1,85 Mrd. Euro in der Ausbauphase von 2009-2013
      und ab 2014 dauerhaft mit 770 Mio. Euro jährlich durch eine neue
      Umsatzsteuerverteilung zu Gunsten der Länder auf den Weg gebracht.
    6. Ab 2013 soll für diejenigen Eltern, die ihre bis drei Jahre alten Kinder
      nicht in Tageseinrichtungen betreuen lassen wollen oder können, eine monatliche
      Zahlung (zum Beispiel Betreuungsgeld) eingeführt werden.
  • Karriere um jeden Preis oder Arbeiten mit Erfolg und Erfüllung

    14.05.08 

    Karriere um jeden Preis oder Arbeiten mit Erfolg und Erfüllung?

    Eine Tagung der Christen in der Wirtschaft e.V. (CiW)

    Für nicht wenige Menschen stehen Karriere und Streben nach Geld, Reichtum, Ansehen, Anerkennung und Macht im Blickpunkt ihres Lebens. Die öffentliche Meinung, Medien und Werbung, scheinen zu bestätigen, das dies das Wichtige sei.

    Es stehen gewöhnlich diejenigen im Rampenlicht, die eine erfolgreiche Karriere vorzuweisen haben. Wer viel erreicht hat, gilt viel und wird umworben. Ein Phänomen, das nicht nur in der heutigen Leistungsgesellschaft beobachtet werden kann. Auch die Geschichtsbücher sind reichlich gefüllt mit Menschen, die Karriere machten und im Rampenlicht standen. Über sie wird berichtet. Es gibt keine Geschichtsbücher der Namenlosen. Das Leben der Namenlosen spielt keine oder nur eine unbedeutende, untergeordnete Rolle. Daneben gibt es ebenso diejenigen, die erfolgreich sind, aber als Mensch gescheitert und unglücklich sind, und diejenigen, die sich dem Erfolg verschrieben haben, deren Leben aber ohne Erfüllung ist, weil der Erfolg ausbleibt oder sich Mißerfolg einstellt.

    Es stellt sich daher die Frage, ob Karriere und Erfolg die entscheidenden Dinge im Leben sind oder ob es andere Werte gibt, die in Konkurrenz damit stehen, vielleicht aber auf der Strecke bleiben, weil sie um der Karriere willen geopfert werden und im beruflichen Erfolg alleine die Erfüllung gesehen wird. Liegt in Karriere und Erfolg die Erfüllung oder gehören zur Erfüllung auch andere Werte, die nicht ins Abseits geraten dürfen. Was bedeutet Erfolg im Arbeitsleben und Erfüllung im Leben. Widersprechen sie sich oder bedingen sich? Lässt sich beides erreichen?

    Das sind Fragestellungen, die auf der dreitägigen Veranstaltung diejungeTagung2008 vom 4. -6. Juli in Rotenburg ob der Tauber betrachtet werden.

    Christen in der Wirtschaft will damit Gelegenheit geben, Antworten auch mit Hilfe der Bibel zu entdecken. Welche Bedeutung liegt in den Worten, die Jesus Christus gesprochen hat: „Ich lebe und ihr sollt auch leben" (Johannes 14,19). Anhand dieses Leitwortes soll der Frage nachgegangen werden, ob es zur "Karriere um jeden Preis" eine Alternative "Arbeiten mit Erfolg und Erfüllung" gibt und wie sich dies erreichen läßt.

    Der Veranstalter will ein abwechslungsreiches Programm bieten, bei dem neben Fachvorträgen und Workshops auch genügend freie Zeit bleibt, um zu reflektieren, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen oder einfach nur das Leben bei einem Sonnen-Nachmittag oder einer Stadtführung zu genießen. Das märchenhafte Schloß-Ambiente der Tagungsstätte und die schöne Stadt Rothenburg ob der Tauber bietet dafür einen idyllischen Rahmen.

    Weitere Information: www.ciw.de/live/index.php?id=183

  • Leben in Balance

    Medien
  • Festakt 60 Jahre Israel

    15.05.08


    Festakt 60 Jahre Israel in der Frankfurter Paulskirche

    Unter dem Motto: "Deutschland gratuliert: 60 Jahre Israel" fand in der Paulskirche in Frankfurt am Main am 14. Mai 2008 ein Festakt zur Feier der Gründung
    des Staates Israel statt.

    Eingeladen zu diesem Festakt hatten die Deutsch - Israelische Gesellschaft (DIG), der
    Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich - Jüdische
    Zusammenarbeit (DKR) und der Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ). Die
    Festveranstaltung wurde von der Bundesregierung und der Botschaft des Staates
    Israel in Berlin unterstützt.

    Bundestagspräsident Dr. Norbert
    Lammert stellte in seiner Festansprache zum deutsch-israelischen Verhältnis vor 800 Gästen und Ehrengästen fest: "In den gut sechs Jahrzehnten seit der Befreiung der Konzentrationslager hat
    sich eine Freundschaft entwickelt, auf die niemand ernsthaft hoffen konnte". Der israelische Staat sei auf der Asche des
    Holocaust gegründet worden. Lammert bedauerte, dass Israel als einziges funktionierendes demokratisches Land im Nahen Osten noch immer nicht im Frieden mit den Palästinensern leben könne. Er wies in seiner Rede auch auf das Leid und Elend der Palästinenser, insbesondere im Gaza-Streifen hin.

    Auch der israelische Botschafter Yoram Ben Zeev ging auf das deutsch-israelische Verhältnis ein. Er würdigte einerseits die politische und kulturelle Nähe Deutschlands zu Israel, vergaß aber andrerseits auch nicht, an die Geschichte zu erinnern: "Das jüdische Gedächtnis vergisst nicht." Das sei das Erbe unserer Geschichte, sagte Ben Zeev und fügte hinzu: "Doch wir wissen auch, wer unsere Freunde sind."

    Die Paulskirche wurde bewusst als
    Veranstaltungsort gewählt, weil sie als die "Wiege der deutschen Demokratie" gilt und
    als bestens geeignet gesehen wurde, Israel als modernen, freiheitlichen, demokratischen Staat
    in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

    Der Festakt in Frankfurt war als Höhepunkt einer Reihe von über 500 regionalen und kommunalen Festveranstaltungen gedacht, mit denen in diesem Jahr
    in allen 16 Bundesländern
    der Geburtstag Israels gefeiert wird. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte aus Anlaß des 60. Geburtstages des Staates Israel im März einen Staatsbesuch durchgeführt und dabei vor dem israelischen Parlament eine Rede gehalten (Rede Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Knesset).

    -> Gedicht Schuld, Versöhnung und Friede.

    -> Gedicht 60 Jahre Israel

    Artikel von Hansjürgen Kitzinger -> 60 Jahre Israel

  • Bundespräsident Köhler kritisiert Finanzmärkte

    15.05.08


    Bundespräsident Köhler kritisiert Finanzmärkte als Monster

    Weltfinanzmärkte müssen reguliert und in die Schranken verwiesen werden

    Mit deutlichen Worten hat Bundespräsident Horst Köhler das Geschehen an den Finanzmärkten verurteilt. Die Banken hätten dort Dinge konstruiert, die sie selbst nicht mehr überschauen könnten, sagte Köhler in einem Interview dem Magazin Stern.

    Wir seien nahe an einem Zusammenbruch gewesen. Er stellte damit unmißverständlich heraus, das er das Agieren in der Finanzwirtschaft für unverantwortlich hält und die Notwendigkeit sieht, das Finanzgebaren durch Regulierung der Weltfinanzmärkte in die Schranken zu verweisen, um Schaden für die Volkswirtschaften abzuwenden. Köhler wies auch auf die Notwendigkeit hin, den Bereich der deutschen Landesbanken zu reorganisieren. Dort sieht er ebenfalls Defizite, weil es offensichtlich an tragfähigen Geschäftsmodellen fehle, so Köhler.

    Wie die ARD am 14.05.08 berichtet, sehen die finanzpolitischen Sprecher aus den Reihen der Oppositionsparteien des deutschen Bundestages die Ursachen nicht nur bei einer fehlenden Regulierung. Auch die Aufsicht habe nicht richtig funktioniert und die Geldmarktpolitik der USA habe zu kritischen Entwicklungen beigetragen, ebenso wie die Tatsache, dass noch vor einigen Jahren Regulierung abgebaut worden sei. Der IWF habe jedoch in der jüngeren Vergangenheit gute Beiträge geliefert, um die Probleme zu erkennen. Hinsichtlich der Konsequenzen stimmte man dem Bundespräsidenten zu, dass die notwendigen Schritte zur besseren Regulierung unternommen werden müssten. Einhellige Zustimmung erfuhr Köhler in der Frage der Neuordnung des deutschen Bankenwesens im Bereich der Landesbanken. Ihre Finanzgeschäfte müssten begrenzt werden, hieß es.

    Wie berechtigt die Kritik und Sorge des Bundespräsidenten ist, unterstreicht besonders die Feststellung des Vize-Direktors des Internationalen Währungsfonds (IWF) John Lipsky vor einigen Tagen im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung, er sähe die Probleme
    noch längst nicht gelöst. Es gebe noch viel zu tun, um eine Wiederholung der Krise
    abzuwenden, so Lipsky. Der neue Typus von Gefahr, der sich gezeigt habe, müsse verstanden werden. Lipsky hatte bereits im März geäußert, die Finanzkrise sei so schlimm, dass notfalls riesige Ausgabenprogramme
    notwendig seien, um die Weltwirtschaft zu stabilisieren.

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